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Eintracht vor dem Saisonfinale unter Druck

Krösche gibt Riera Rückendeckung vor dem Endspiel in Dortmund

Eintracht Frankfurt verliert bei Borussia Dortmund 2:3 und geht mit zusätzlichem Druck ins Saisonfinale. Sportvorstand Markus Krösche sorgt zumindest auf der Trainerposition für eine kurzfristige Festlegung: Albert Riera soll auch im letzten Saisonspiel gegen den VfB Stuttgart auf der Bank sitzen.

Früher Treffer, späte Enttäuschung in Dortmund

Frankfurt erwischt in Dortmund einen idealen Start. Can Uzun trifft in der 2. Minute zur Führung – ein Signal für einen mutigen Auswärtsauftritt. Zur Pause liegt die Eintracht dennoch 1:2 zurück: Serhou Guirassy gleicht in der 42. Minute aus, Nico Schlotterbeck dreht die Partie mit seinem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel erhöht Samuele Inacio in der 72. Minute auf 3:1. Jonathan Burkardt verkürzt in der 87. Minute noch einmal, doch am Ergebnis ändert sich nichts mehr: Frankfurt verliert 2:3 (1:2). Die Niederlage ist im Europapokal-Rennen ein weiterer Rückschlag – auch, weil der Spielverlauf besonders schmerzt: frühe Führung, dann der Doppelschlag kurz vor der Pause und ein erneuter Zwei-Tore-Rückstand in der zweiten Halbzeit.

Riera hatte vor dem Anpfiff mehrfach umgestellt. Arthur Theate rückte zurück in die Startelf, im zentralen Mittelfeld begann Mo Dahoud neben Ellyes Skhiri. Damit setzte Frankfurt im Zentrum auf eine Doppel-Sechs, die sowohl Stabilität gegen Dortmunder Umschaltmomente geben als auch den Spielaufbau sauberer auslösen sollte. Jonathan Burkardt und Mario Götze starteten zunächst auf der Bank. Der Plan brachte einen engagierten Beginn – die entscheidenden Momente lagen am Ende aber bei Dortmund.

Krösche schafft Klarheit auf der Trainerbank

Unmittelbar nach dem Spiel wurde die Trainerfrage zum Thema. Krösche beantwortete die Nachfrage, ob Albert Riera auch im letzten Saisonspiel gegen den VfB Stuttgart auf der Bank sitzen werde, knapp mit: „Ja.“ Damit ist zumindest für das Saisonfinale eine personelle Debatte vorerst beendet.

Die Rückendeckung ist dabei keine Entwarnung, sondern wirkt wie eine Maßnahme zur Stabilisierung in einer Phase, in der Frankfurt sportlich kaum noch Luft hat. Krösche ordnete die Lage entsprechend nüchtern ein: „Wir haben es jetzt nicht mehr in der eigenen Hand. Das haben wir uns anders vorgestellt.“ Dass der sportliche Leiter das drohende Verpassen des internationalen Geschäfts als große Enttäuschung bewertet, passt zur Fallhöhe dieser Saison – und erhöht den Druck auf die letzten 90 Minuten.

Europa ist für Frankfurt nicht mehr in eigener Hand

Durch das 2:3 in Dortmund hat die Eintracht die Ausgangslage weiter verschärft. Der Blick richtet sich nun auch auf die Konkurrenz: Gewinnt Freiburg am Sonntag beim HSV, wäre Platz sieben für Frankfurt nicht mehr erreichbar. Genau dieser Rang ist in der aktuellen Konstellation die entscheidende Marke.

Im Hintergrund steht dabei ein struktureller Faktor, den die Klubs nicht beeinflussen können: Die Zahl der Europapokal-Startplätze wird über die internationalen Ergebnisse und das UEFA-Ranking der Verbände geprägt. Für Frankfurt bedeutet das konkret: Es gibt nach dieser Ausgangslage keinen „zusätzlichen“ Puffer über weitere Startplätze – die Tür nach Europa ist eng, und sie steht nicht mehr allein durch eigene Ergebnisse offen. Bleibt die Eintracht am Saisonende auf Platz acht, ginge sie leer aus.

So bekommt das letzte Heimspiel gegen den VfB Stuttgart eine klare Bedeutung: Frankfurt braucht nicht nur einen eigenen Erfolg, sondern muss auf passende Resultate anderswo hoffen. Krösches „Ja“ zu Riera schafft zumindest auf der Bank Klarheit – sportlich ist das Saisonfinale für die Eintracht ein Endspiel unter maximalem Druck.

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